Corporate Transparency


Im September 2009 erschien das Buch „Corporate Transparency – Wie Unternehmen im Glashaus-Zeitalter Wettbewerbsvorteile erzielen“ im renommierten Buchverlag der Frankfurter Allgemeine. Es ist das erste umfassende Buch im deutschsprachigen Raum über Transparenz als Erfolgsfaktor. Abgesehen von einigen Fachbüchern zur transparenten Finanzberichterstattung von Aktiengesellschaften fehlte eine angemessene Auseinandersetzung zu freiwilliger unternehmerischer Transparenz. Einzig DiPiazza und Eccles gehen in ihrem Buch „Vertrauen durch Transparenz“ einen Schritt weiter und stellen der aktuellen Unternehmensberichterstattung ein wertorientiertes Konzept gegenüber, das über die traditionellen Blickwinkel hinausgeht.

Das Buch wendet sich an Kommunikationsverantwortliche, Vorstand und Management. Sie erhalten wertvolle Anregungen für ihre Diskussionen rund um das Für und Wider von unternehmerischer Transparenz. Topmanager bekommen vor allem konkrete Vorstellungen davon, was von ihnen künftig erwartet wird. Denn das Buch skizziert die Realitäten, Gefahren und Chancen im Zeitalter der Transparenz.

Der FAZ-Verlag schreibt über Corporate Transparency:

„Lidl bespitzelt, Siemens schmiert, die Deutsche Bahn hört ab. Was vor zehn Jahren kaum bis zur Revisionsabteilung drang, führt heute zu Medien-GAU, Rücktritten, Millionenstrafen und Verbraucherboykott.

Das Glashaus-Axiom besagt: Jedes unternehmerische Handeln ist öffentlich. Unternehmen müssen sich daher bewusst werden, dass Offenheit unabdingbar für nachhaltigen Erfolg ist, und umgekehrt jede Form mangelnder Transparenz gegenüber der Öffentlichkeit unabsehbare Folgen für das Unternehmen zeitigen kann. Die spektakulären Wirtschaftsskandale der vergangenen Jahre beweisen dies: Wer Transparenz nicht rechtzeitig freiwillig herstellt, wird gejagt, geächtet, angeprangert und ausgegrenzt. Und im Handumdrehen sinken Vertrauen, Reputation und Unternehmenswert. Dann ist auch der langfristige Erfolg in Gefahr.

In ‚Corporate Transparency‘ zeigen unter anderem die Kommunikationsmanager von Adidas, HypoVereinsbank, McDonalds, SAP oder BASF, wie ihre Unternehmen aktiv mit dem Erfolgsfaktor Transparenz umgehen. Erweitert wird diese Perspektive durch praxisrelevante Beiträge von Kommunikationswissenschaftlern, Rechts- und Finanzexperten, die das brisante Thema aus den verschiedensten Blickwinkeln betrachten.“

Dr. Volker Klenk / Daniel J. Hanke (Hrsg.): Corporate Transparency: Wie Unternehmen im Glashaus-Zeitalter Wettbewerbsvorteile erzielen (Gebundene Ausgabe). Frankfurter Allgemeine Buch, 2009, 246 Seiten.

Erhältlich bei Amazon.de für 39,90 €.
 
Mehr Informationen zum Buch unter www.corporate-transparency.de

erstellt: 05.10.2009; geändert: 20.05.2010


Das Glashaus-Axiom

Man kann nicht nicht kommunizieren. Dieses Axiom der Metakommunikation von Paul Watzlawick kennt heute jeder Kommunikationsexperte. Und niemand stellt es in Frage.

Das Glashaus-Axiom lautet: Jedes unternehmerische Handeln ist öffentlich. Es ist ebenfalls nicht diskutierbar. Unternehmer, Unternehmen und Marken können heute nicht mehr im Dunkeln munkeln. Ihr Handeln wird permanent argwöhnisch beobachtet von kritischen Öffentlichkeiten wie Kunden, Lieferanten, Analysten, Politikern, Journalisten, NGOs und Mitarbeitern. Sie alle fordern in einem bislang unbekannten Ausmaß Transparenz und umfangreiche Rechenschaft über umweltschonendes, sozialverträgliches und gesellschaftlich verantwortliches Handeln.

Kommen Marken und Unternehmen diesen Forderungen nicht nach, machen die Stakeholdergruppen Druck und erzwingen Transparenz und verantwortliches Handeln. Dieser globale Trend ist unumkehrbar.
Wer dem Glashaus-Axiom nicht Rechnung trägt, wird gejagt, angeklagt, geoutet, geächtet. Dann sinken Reputation, Absatz, Umsatz, Aktienkurs. Nur ein robustes gesellschaftsorientiertes Wertesystem, Transparenz zu kritischen Themen und offene Kommunikation der partikularen Eigeninteressen sichern den nötigen Handlungsspielraum. Nur Unternehmen, die diesen Prozess aktiv steuern, können langfristig und nachhaltig ihre strategischen und taktischen Unternehmensziele erreichen. Dr. Volker Klenk, im Herbst 2004


erstellt: 16.05.2007; geändert: 03.06.2009