Das Glashaus-Axiom

Man kann nicht nicht kommunizieren. Dieses Axiom der Metakommunikation von Paul Watzlawick kennt heute jeder Kommunikationsexperte. Und niemand stellt es in Frage.

Das Glashaus-Axiom lautet:

“Jedes unternehmerische Handeln ist öffentlich.”

Es ist ebenfalls nicht diskutierbar. Unternehmer, Unternehmen und Marken können heute nicht mehr im Dunkeln munkeln. Ihr Handeln wird permanent argwöhnisch beobachtet von kritischen Öffentlichkeiten (Transparenz-Treiber) wie Kunden, Lieferanten, Analysten, Politikern, Journalisten, NGOs und Mitarbeitern. Sie alle fordern in einem bislang unbekannten Ausmaß Transparenz und umfangreiche Rechenschaft über umweltschonendes, sozialverträgliches und gesellschaftlich verantwortliches Handeln.

Glashaus-Axiom

Kommen Marken und Unternehmen diesen Forderungen nicht nach, machen die Stakeholdergruppen Druck und erzwingen Transparenz und verantwortliches Handeln. Dieser globale Trend ist unumkehrbar.

Wer dem Glashaus-Axiom nicht Rechnung trägt, wird gejagt, angeklagt, geoutet, geächtet. Dann sinken Reputation, Absatz, Umsatz, Aktienkurs. Nur ein robustes gesellschaftsorientiertes Wertesystem, Transparenz zu kritischen Themen und offene Kommunikation der partikularen Eigeninteressen sichern den nötigen Handlungsspielraum. Nur Unternehmen, die diesen Prozess aktiv steuern, können langfristig und nachhaltig ihre strategischen und taktischen Unternehmensziele erreichen. Dr. Volker Klenk, im Herbst 2004