Menschliche KommunikationGeboren 1921, war der Österreicher Paul Watzlawick zugleich Kommunikationswissenschaftler, Psychotherapeut, Psychoanalytiker, Soziologe, Philosoph und Autor. Ab 1957 dozierte er als Professor für Psychotherapie an der Universität von El Salvador, 1960 wurde er von Don D. Jackson als Mitarbeiter als Forschungsbeauftragter am Mental Research Institute in die Palo-Alto-Gruppe ins kalifornische Palo Alto geholt. Sieben Jahre später erhielt er zusätzlich einen Lehrauftrag im Fachbereich Psychiatrie an der Stanford University.
Paul Watzlawick leistete bedeutende Beiträge zum radikalen Konstruktivismus und entwickelte zusammen mit J. H. Beavin und Don D. Jackson wegweisende Überlegungen zur Theoriebildung über Kommunikation. 2002 erhielt er den Ehrenpreis des Viktor-Frankl-Fonds der Stadt Wien, vier Jahre später verstarb er in Palo Alto an einer schweren Krankheit. Für außergewöhnliche Leistungen in der Kommunikationsbranche wird in Österreich heute der Paul-Watzlawick-Preis verliehen.
Die 1969 veröffentlichte Kommunikationstheorie Paul Watzlawicks baut auf fünf pragmatischen Kommunikations-Axiomen auf. Die Axiome bedingen Regeln für eine funktionierende Kommunikation: Jede Störung von Kommunikation kann auf ein Handeln gegen diese Axiome zurückgeführt werden.
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Man kann nicht nicht kommunizieren.
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Jede Kommunikation hat einen Inhalts- und Beziehungsaspekt, derart, dass letzterer den ersteren bestimmt und daher eine Metakommunikation ist.
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Die Natur einer Beziehung ist durch die Interpunktion der Kommunikationsabläufe seitens der Partner bedingt.
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Menschliche Kommunikation bedient sich digitaler und analoger Modalitäten. Digitale Kommunikationen haben eine komplexe und vielseitige logische Syntax, aber eine auf dem Gebiet der Beziehungen unzulängliche Semantik. Analoge Kommunikationen dagegen besitzen dieses semantische Potential, ermangeln aber die für eindeutige Kommunikationen erforderliche logische Syntax.
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Zwischenmenschliche Kommunikationsabläufe sind entweder symmetrisch oder komplementär, je nachdem, ob die Beziehungen zwischen den Partnern auf Gleichheit oder Unterschiedlichkeit beruht. Nina Offermann
erstellt: 08.11.2007; geändert: 03.06.2009