"Otto - finden wir gut!"

Nachhaltigkeits- und CSR-Berichte sind zu einer wichtigen Ergänzung der klassischen Finanzberichterstattung geworden. Eine transparente und glaubwürdige Berichterstattung wird als Ausweis einer zukunftsorientierten und verantwortungsbewussten Unternehmensführung immer wichtiger. Seit 2005 werden in Deutschland in einem Ranking durch das Institut für ökologische Wirtschaftsforschung (IÖW) und future e.V. die Nachhaltigkeitsberichte von Unternehmen verglichen und bewertet. Die Berichtsbewertung basiert auf 48 sozialen, ökologischen, ökonomischen sowie kommunikativen Kriterien.

2007 legte der Multichannel-Einzelhändler OTTO den besten Nachhaltigkeitsbericht der 150 größten deutschen Unternehmen vor. Für das Ranking wurden neben übergreifenden Kriterien wie „Strategie und Management“ vor allem Nachhaltigkeits-Aspekte wie „Interessen der Mitarbeiter“, „Soziale Verantwortung im Umfeld“ und „Ökologische Aspekte der Produktion“ unter die Lupe genommen. Aber auch die Faktoren Glaubwürdigkeit, Klarheit und kommunikative Qualität der Berichte fanden Berücksichtigung. Laut future e.V. und IÖW zeichnet sich der Nachhaltigkeitsbericht von OTTO gegenüber den Mitstreitern im Ranking 2007 durch eine besonders hohe Transparenz und Glaubwürdigkeit aus. So nenne OTTO für Nachhaltigkeitsbereiche wie Wasserverbrauch, Arbeitsbedingungen in der Lieferkette oder Gesundheitsförderung bei den Mitarbeitern eindeutige und überprüfbare Ziele. Bei den sozialen Anforderungen liege der OTTO-Bericht außerdem klar vor allen anderen. Hier informiert er laut Jury ausführlich über Gesundheitsschutz und soziale Aspekte in der Lieferkette und stellt das konkrete eigene Engagement dar. Hierzu zählen zum Beispiel Schulungen und Kontrollen zu Sozialleistungen der Lieferanten, bei denen sich das Unternehmen nicht allein auf externe Standardisierungsinitiativen verlasse. Besonders überzeugt hat die Jury, dass im Bericht eine ausführliche, selbstkritische und differenzierte Darstellung der Ziele und der Zielerreichung zu finden ist. Die Nichterreichung von Zielen sowie Maßnahmen zur Zielerreichung und die angestrebten Termine werden klar dargelegt. „Dies zeichnet glaubwürdige Kommunikation aus“, so begründet Udo Westermann, Geschäftsführer von future e.V. die Entscheidung. Tchoko Souga

erstellt: 31.07.2008; geändert: 03.06.2009