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Die Rolle von Transparenz in globalen Liefer- und Wertschöpfungsketten (2/2)

30 Okt 2013

Am Ende unseres Beitrages in dem neuen Fachbuch “CSR und Value Chain Management: Profitables Wachstum durch nachhaltig gemeinsame Wertschöpfung” haben Georg Lahme und ich fünf wesentliche Empfehlungen formuliert als Handlungsanleitung für Unternehmen, die ihre Wertschöpfungskette optimieren und Transparenz herstellen wollen:

 

  1. Möglichst transparent sein: Die Transparenztreiber zwingen Unternehmen ohnehin zum gläsernen Handeln.
  2. Pro-aktiv sein: Selbst Gespräche suchen, bevor sie durch Druck und öffentliche Auseinandersetzung erzwungen werden.
  3. Beziehungen nachhaltig pflegen: Auch in vermeintlich ruhigen Zeiten Gespräche aufrechterhalten.
  4. Mitarbeiter einbinden: Sie sind die wichtigsten Stakeholder, Advokaten und Botschafter.
  5. Vorbereitet sein auf alle Eventualitäten: Risiko- und Krisenszenarien entwickeln für das Scheitern von Verhandlungen und Gesprächen.

Buch CSR, Transparenz und Value Chain Management

Kommunikation trägt zum Erfolg des Prozesses bei

Wer eine transparente und strategisch geerdete Nachhaltigkeitskommunikation betreibt, der kann Nachhaltigkeit auch in der Innen- und Außenwirkung besser kapitalisieren als andere. Ein Reputationsgewinn ist dann die Sahnehaube jedes umfassenden Nachhaltigkeitsprozesses. Erfolgreiche Nachhaltigkeitskommunikation beginnt aber nicht erst, wenn Initiativen kommuniziert oder Nachhaltigkeitsberichte getextet werden. Sie trägt zum Erfolg des Prozesses bei, begleitet Veränderung, moderiert kritischen Dialog, schafft Klarheit in der Komplexität und erzeugt Begeisterung für Erneuerung.

Er erfolgreich sein will, muss ans Eingemachte

Die Kommunikatoren der Zukunft sollten Transparenz, Nachhaltigkeit und CSR nie nur als Kommu­nikationsthemen behandeln. Wer diese Themen bearbeitet und wirklich ernstnimmt, geht ans Eingemachte, stößt in Unternehmen und ihren Wertschöpfungsketten wichtige Innovationen und langfristige Veränderungs­prozesse an, und gibt den Menschen, die dort arbeiten und den Menschen und Organisationen, die die Produkte konsumieren, wichtige Impulse.

Es ist dabei besonders wichtig, dass die Kommunikatoren sich in die Lage versetzen, mit allen anderen am Prozess beteiligten Funktionen auf Augenhöhe zusammenzuarbeiten. Das setzt den Aufbau entsprechender inhaltlicher und methodischer Kompetenzen und die Bereitschaft zum interdisziplinären, vernetzten Arbeiten mit Experten aus Finanzen, Produktion, Sourcing, Supply Chain, Personal sowie Umwelt- und Nachhaltigkeitsmanagement voraus.

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