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Blogger: Auf der Suche nach dem nächsten Skandal

8 Apr 2008

Die Blogger rund um den Globus bringen eine ungeahnte, bisher nie da gewesene neue Dimension in unser Leben. Für Unternehmen eine ganz große neue Herausforderung. Blogger sind völlig unkontrollierbare Axiom-Treiber, die an jeder nächsten Ecke lauern können. Unter www.basicthinking.de hat Blogger Robert Basic ein paar Beispiele für die Relevanz der Blogger im Glashaus gesammelt – in seiner “Top Liste der Blog Skandale”:

Jamba
Johnny Haeusler,
Spreeblick.com, wurde über Nacht einer der bekanntesten Blogger seiner Zeit, indem er im “Sendung mit der Maus”-Stil erklärte, wie die Macher von Jamba Kinder zum Kauf von Klingeltönen verleiten. Die Story traf den Nerv der Zeit, da damals Jamba-Werbung überall diskutiert wurde und Eltern wegen der merkwürdigen Aboverträgen bereits sensibilisiert waren. Und natürlich musste auch das bis dato gute Image der Jamba-Gründer, der Samwer-Brüder, erheblich unter diesem Angriff leiden. Mitunter war es für ein junges Web-Startup sogar ein echter Nachteil in der öffentlichen Darstellung, von den Samwer-Brüder finanziert worden zu sein. Mit dem Verkauf der Klingeltöne-Company an VeriSign und etlichen Änderungen der Abobedingungen ist die Geschichte langsam in Vergessenheit geraten. Und wo heute die Samwer-Brüder Interesse an einer Start-up Finanzierung zeigen, ist der Erfolg in der Finanzbranche fast sicher. Dennoch: Der fade Beigeschmack der Klingeltöne bleibt in der Öffentlichkeit haften. 

Klowand
Jens Scholz. Ihm wurde ein internes Mail von Jean-Remy von Matt (Jung von Matt Werbeagentur) zugespielt, in der sich Jean-Remy über Blogs förmlich auskotzt. Anlass war die von Bloggern zerrissene Du-Bist-Deutschland Kampagne. Zahlreiche Blogger griffen dieses Mail auf. Seitdem ist der Begriff “Klowand” zu einem Fanal geworden, der immer dann benutzt wird, wenn man über Blogger pauschalisierend und diffamierend herzieht. Und, es endete mit einem Entschuldigungsschreiben von Jean-Remy, über das man sich bis heute uneins ist, ob es denn überhaupt ernst gemeint war oder doch eher strategisch. Dr. Volker Klenk

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